Das Auftreten von Geburtsfisteln ist im Tschad relativ häufig. Jährlich treten zwischen 500 und 1.000 neue Fälle auf.
Zu den Ursachen zählen mangelnder Zugang zu hochwertiger Gesundheitsversorgung, Teenager-Schwangerschaften, Kinder- und Zwangsehen sowie Gewalt gegen Frauen und Mädchen.
Betroffene Frauen leiden nicht nur körperlich, sondern häufig auch unter sozialer Ausgrenzung und Isolation.
Zudem wissen sie nur wenig über Geburtsfisteln und deren Behandlungsmethoden – hauptsächlich deshalb, weil nur 14% der Frauen im Tschad lesen können.
Women’s Hope International setzt gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen Förderprojekte um, die auf die individuellen Bedürfnisse fistelbetroffener Frauen ausgerichtet sind.
In den meisten Fällen kann eine Fistel erfolgreich behandelt werden. Auch bei unheilbaren Fisteln bestehen Möglichkeiten, das Wohlbefinden deutlich zu verbessern.
Das Projekt in der Provinz Ouaddaï verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz: Ziel ist es, das psychische und körperliche Wohlergehen der betroffenen Frauen zu verbessern und sie bei der sozialen Reintegration zu unterstützen.
Zenntraler Bestandteil dabei ist eine respektvolle und würdevolle Behandlung der Frauen.
Die Agnes Philippine Walter Stiftung unterstützt dieses Projekt seit 2023 mit finanziellen Mitteln.
• medizinische Behandlung von Geburtsfisteln
• psychosoziale Begleitung betroffener Frauen
• Unterstützung bei sozialer Reintegration
• Aufklärung über Gesundheit und Behandlungsmöglichkeiten
• Ausbau medizinischer Grundversorgung
• lokale Hilfsstrukturen vor Ort
• Frauen in die Gemeinschaft zu reintegrieren
• das körperliche und psychische Wohlbefinden zu verbessern und Heilung zu ermöglichen
• Selbstvertrauen und Resilienz zu stärken
• geschlechtsspezifischer Gewalt entgegenzuwirken
• langfristige Hilfe vor Ort aufzubauen
Als Förderstiftung arbeitet die Agnes-Philippine-Walter-Stiftung mit erfahrenen Partnern zusammen, um nachhaltige Hilfe vor Ort zu ermöglichen.
Ihre Spende fließt direkt in die Finanzierung der beschriebenen Maßnahmen.