Mission Malawi 2011-2021
Nachhaltige Gesundheitsversorgung
Über einen Zeitraum von zehn Jahren unterstützte die Agnes Philippine Walter Stiftung dieses Projekt zur Verbesserung der Gesundheits- und Sanitärversorgung in Malawi – einem der ärmsten Länder der Welt. Ziel war es, die hygienische und medizinische Versorgung insbesondere für Kinder und Familien im ländlichen Raum zu verbessern.
Die Ausgangssituation
Viele Familien im Ntchisi-Distrikt lebten ohne wohnortnahe medizinische Versorgung. Kranke Kinder mussten häufig über weite Strecken zu einem Gesundheitszentrum gebracht werden – zu Fuß oder auf dem Fahrrad.
Hinzu kamen unzureichende hygienische Bedingungen – fehlende sanitäre Einrichtungen begünstigten die Ausbreitung von Krankheiten, insbesondere Durchfallerkrankungen, die für Kinder lebensgefährlich sein können.
Die Kindersterblichkeit lag bei rund 80 Todesfällen pro 1.000 Geburten – ein alarmierender Wert.
Die Zusammenarbeit
Das Projekt wurde durch das Deutsche Institut für Ärztliche Mission (Difäm e.V.) umgesetzt, das seit vielen Jahrzehnten in der medizinischen Entwicklungszusammenarbeit tätig ist.
Die Agnes-Philippine-Walter-Stiftung ermöglichte das Engagement durch die finanzielle Förderung über zehn Jahre hinweg.
Was konkret ermöglicht wurde
Durch Unterstützung der APW-Stiftung konnten im Ntchisi-Distrikt unter anderem realisiert werden:
- Bau von 22 Village-Clinics (Dorf-Ambulanzen)
- Errichtung von 800 regensicheren Toiletten
- Ausbildung von Gesundheitshelfern
- Medizinische Grundversorgung für Kinder bis fünf Jahre
- Verbesserung der Gesundheits- und Sanitärversorgung in den Gemeinden
In den neu errichteten Ambulatorien werden Kinder systematisch untersucht, Diagnosen gestellt und notwendige Medikamente bereitgestellt. Eltern erhalten wohnortnah Zugang zu medizinischer Betreuung.
Die Wirkung
Die Maßnahmen zeigten nachhaltige Ergebnisse:
Die Kindersterblichkeit konnte von rund 80 auf etwa 40 Todesfälle pro 1.000 Geburten gesenkt werden!
Medizinische Versorgung wurde für viele Familien erstmals dauerhaft erreichbar.
Verbesserte Sanitärinfrastruktur reduzierte krankheitsbedingte Gesundheitsrisiken.
Gemeinden wurden aktiv in die Maßnahmen zur Gesundheitsförderung eingebunden.
Die geschaffenen Strukturen zeigen langfristig Wirkung.
Nachhaltigkeit und Übergabe
Nach zehn Jahren konnte das Projekt in lokale Verantwortung übergehen. Die gebauten Einrichtungen bestehen weiterhin und werden vor Ort betrieben.
Die Stiftung versteht ihr Engagement als gezielte Anschub- und Aufbauhilfe. Wenn stabile Strukturen entstanden sind, richtet sich ihr Blick auf neue Bedarfe.
Erfreuliches Fazit des Malawi-Projekts ist, dass die Menschen eigeninitiativ nachhaltige Maßnahmen zur Verbesserung der Gesunderhaltung von Kindern und Familien in den Gemeinden geschaffen haben.